Unsere Grundsätze


Wir züchten Norwegische Waldkatzen in bewusst kleinem Rahmen - mit maximal zwei Würfen pro Jahr. Es ist unsere Ansicht, dass bei einer größeren "Produktion" die optimale physische und psychische Versorgung der Kitten nicht mehr gewährleistet ist.

Auch legen wir bei der Auswahl unserer Partner großen Wert auf die Abstammung bzw. den genetischen Hintergrund. Und wir distanzieren uns grundsätzlich von der sehr oft praktizierten "engen Linienzucht".

Der Begriff "Züchter" wird von uns als Mensch, der Verantwortung für seine Tiere und deren Nachkommen in allen Bereichen übernimmt, definiert. Wir setzen unser Hobby Katzenzucht, welches wir ernsthaft betreiben, nicht gleich mit Massenproduktion.

Eine Katze ist ein Säugetier, welches einen starken sozialen Anspruch hat - und somit nicht vergleichbar mit einem Tier, welches nur für die Nahrungskette hergestellt wird. Daher kann die Zucht von Rassekatzen nicht mit der "normalen Tierzucht" verglichen werden.

Ein guter Züchter ist daher nicht derjenige, der die meisten Würfe pro Jahr hat - sondern die Person(en) die ihre Würfe mit Umsicht planen und große Sorgfalt bei der Aufzucht an den Tag legen.

Leider sind die Norwegischen Waldkatzen nicht mehr die uneingeschränkt gesunde, naturbelassene Rasse, wie sie oft dargestellt werden.

Durch inkonsequenten Umgang mit bekannten Erbkrankheiten wurden inzwischen diverse Defekte weiter verbreitet - so z. B. PKD, HCM, Blutgruppenunverträglichkeit und GSD4.

Die Anzahl der Züchter, welche die "Vogel-Strauß-Politik" betreiben und sich regelrecht dumm stellen, ist erschreckend hoch.

Durch das generelle Leugnen des Vorhandenseins von Erbkrankheiten wird eine Situation geschaffen, bei der oftmals die Käufer von Liebhabertieren auf der Strecke bleiben.

Wir haben uns deshalb dazu entschieden, die Gesundheitsvorsorge bei unseren Katzen weiter auszubauen.

Parallel zum jährlichen Gesundheitscheck und Auffrischungsimpfung wird eine umfangreiche Blutuntersuchung durchgeführt um auch noch eventuelle, "unsichtbare" Probleme im Vorfeld zu erkennen.

Unsere Zuchtkatzen sind alle getestet und besitzen die Blutgruppe A.

Parallel dazu haben wir Gen-Tests auf PKD und GSD4 durchführen lassen - bei allen Zuchttieren bzw. deren Eltern liegen negative Ergebnisse vor.

Selbstverständlich sind alle Zuchtkatzen gegen Leukose geimpft.

Sobald ein für Norwegische Waldkatzen freigegebener Gen-Test auf HCM existiert, werden wir unsere Katzen auch hier testen lassen. **

Eine unserer Maximen lautet daher "Qualität statt Quantität". Unsere Katzenkinder sind keine "Schnäppchen vom Grabbeltisch im Schlußverkauf" - jeder Interessent, der sich ein wenig mit der Materie auseinander setzt kann verstehen, dass die Abgabepreise unserer Katzenkinder sich von den Dumpingpreisen der Massenzüchter unterscheiden.

Jede unsere Katzen - und auch jedes Katzenkind, das bei uns geboren wird - ist uns lieb und teuer. Sie sind vollwertige Familienmitglieder und wir sehen es als unsere Aufgabe an, allen Katzen dieselbe Liebe und Achtung entgegen zu bringen. Und dies erwarten wir ebenfalls von den zukünftigen Besitzern.

In diese Kategorie fällt auch, dass wir keine Katzen in unkontrollierten Freigang verkaufen. Ein gesicherter Balkon oder Garten ist eine Lebensversicherung. Schließlich züchten wir keine Norwegischen Waldkatzen, um sie bei erstbester Gelegenheit durch Nachlässigkeit und/oder Bequemlichkeit töten zu lassen.


 


          


 


** = Noch ein Wort zum Thema "Untersuchung per Ultraschall" bei HCM und PKD. Diese Untersuchung kann erst ab einem bestimmten Alter vorgenommen werden - in einem jüngeren Alter ist die Erkrankung noch nicht sichtbar.

Ultraschalluntersuchungen sind immer nur eine Momentaufnahme - die Gefahr, dass die Erkrankung kurze Zeit später trotzdem ausbricht, ist immer da. Daher müsste jede Katze konsequent geschallt werden - über mehrere Jahre hinweg. Dies ist mit großem Aufwand, Stress für das Tier und schlußendlich auch mit laufenden, hohen Kosten verbunden.

Und oftmals kommt die "Vorsorge" zu spät; das Tier trägt die Erbkrankheiten in sich und hat sich bis zum Zeitpunkt der Untersuchung schon X-fach reproduziert - und schon ist der weiteren Verbreitung Tür und Tor geöffnet.

Ein Gen-Test ist viel einfacher vorzunehmen - kann auch schon bei jungen Tieren vorgenommen werden - und ist in der Aussage eindeutig. Keine falsche Diagnose durch nicht korrekte Geräte oder Fehlinterpretationen eines untersuchenden Tierarztes sind möglich.